Pelletsheizung
- Holzpellets sind gepresstes Sägemehl. Grundsätzlich erfolgt die Verpressung ohne Zusätze. In Einzelfällen werden in minimalen Mengen Wasser oder Stärke als Bindemittel dazugegeben.
- Pelletsheizungen für den Heizraum laufen vollautomatisch. Die Wartung beschränkt sich auf die Ascheentleerung zirka alle zwei bis vier Wochen und die Kesselreinigung zwei Mal jährlich.
- Jedes Kilogramm Holzpellets enthält rund 4,8 kWh Energie. 1 m³ Pellets wiegt ungefähr 650 kg. Pro kW Gebäudeheizlast werden im Jahr rund 0,6 m³ Holzpellets verbraucht.
Lagerung
- Der Lagerraum sollte 0,9 m³ pro kW Gebäudeheizlast nicht unterschreiten, da erfahrungsgemäß nicht jede Ecke gefüllt werden kann.
- Holzpellets werden mit Tank-LKW geliefert und über ein Zwei-Schlauchsystem mit einem Unterdruck-Luftstrom in den Lagerraum eingebracht.
- Für den Lagerraum gelten die jeweiligen Landesvorschriften. Grundsätzlich ist die Brandschutzklasse F90 einzuhalten, das bedeutet beispielsweise 12 cm Vollziegelwand beidseitig verputzt oder 10 cm Betonwand.
- Die Befüllschläuche können bei der Belieferung auch durch Kellerfenster gereicht werden. Die Befüllstutzen sollen maximal 30 m vom Verlade-LKW-Stellplatz entfernt sein. Wenn überhaupt, entsteht während der Befüllung nur trockener Staub und kein Ölschmutz.
Verfügbarkeit und Preis
- 1.000 kg heimischer Holzpellets sind für rund 180,– bis 200,– Euro zu haben (Stand: Herbst 2007, inklusive Umsatzsteuer).
- Sie sind in genormter Qualität (ÖNORM oder noch besser FIRESTIXX-Norm) über den heimischen Brennstoffhandel ganzjährig verfügbar.
Und so funktioniert die Pelletsheizung
- Die kleinsten Pelletsheizungen sind mit Leistungen von 5 kW aufwärts zu bekommen. Solche kleinen Kessel werden häufig im Wohnbereich aufgestellt und sind vor allem für Niedrigstenergie- und Passivhäuser sinnvoll.
- Wegen des geringen Gesamt-Pelletsbedarfs wird dabei manchmal auf die automatische Austragung aus einem Bunker verzichtet, und das Heizmaterial über Säcke zum Ofen gebracht. Für ein Haus mit 5 kW Heizlast bedeutet das schon einmal, während der zwei kältesten Wochen des Jahres zwei 15 kg Säcke pro Tag zum Ofen zu tragen. Zum überwiegende Teil des Jahres findet man aber mit weniger als einem Sack pro Tag das Auslangen.
- Pelletsheizungen für Heizlasten um 10 bis 25 kW werden im Heizraum aufgestellt und holen sich ihr Heizmaterial über eine Schnecke oder ein Saugsystem aus einem Lagerraum (Bunker).
- Für große Pelletsheizungen können Hackgutkessel verwendet werden, die dann vom Hersteller entsprechend eingestellt und mit Pellets betrieben werden.
- Pelletskessel lassen sich bis circa 20 bis 30 % ihrer Nennleistung herunterregeln und können somit mit oder ohne Pufferspeicher betrieben werden.
- Die Ausstattung mit Saugzuggebläse, automatischer Zündeinrichtung, automatischer Zugreinigung und Lamda-Sonde ist Stand der Technik. Eine wesentliche Sicherheitseinrichtung ist die Zellenradschleuse, die in jedem Betriebszustand eine mechanische Barriere zwischen Feuerraum und Austragung/Pelletsvorrat darstellt.
Investitionshöhe
- Für eine Pelletsheizung ist mit einer Investition von zirka 6.000,– Euro bei Wohnzimmerausführung und 10.000,– bis 12.000,– Euro bei Kellerausführung in einem Einfamilienhaus zu rechnen.
- In Oberösterreich gibt es dafür Förderungen von zirka 2.000,– Euro (Angaben ohne Gewähr).



